Summer Breeze 2026 – Mehr als nur ein Festival

Summer Breeze

Einleitung

Noch 29 Tage bis zum Summer Breeze.

Wenn auf dem Summer Breeze traditionell die ersten Töne der Illenschwanger Blasmusik erklingen, beginnt für Tausende Metalheads wieder eine ganz besondere Woche. Für viele ist es einfach ein Festival. Für mich ist es deutlich mehr.

Es ist ein Ort, an dem der Alltag für ein paar Tage Pause macht. Ein Ort voller Musik, Gemeinschaft, verrückter Geschichten und unvergesslicher Momente. Aber auch ein Ort, der mich jedes Jahr aufs Neue vor persönliche Herausforderungen stellt.

In diesem Blog möchte ich euch deshalb nicht nur vom Summer Breeze berichten. Ich möchte euch mitnehmen – von der Planung über die Anreise bis hin zu den Konzerten, den kleinen Festival-Momenten und allem, was dazwischen passiert.


Warum gerade das Summer Breeze?

Es gibt viele Festivals in Deutschland. Wacken, Rockharz, Full Force, M'era Luna und unzählige kleinere Veranstaltungen.

Für mich hat das Summer Breeze aber etwas Besonderes.

Vielleicht liegt es an der Atmosphäre. Vielleicht an den Menschen. Vielleicht daran, dass dort für ein paar Tage völlig egal ist, wer du bist, welchen Beruf du hast oder welche Probleme du mit dir herumträgst.

Dort zählt vor allem eins:

Dass wir alle wegen derselben Leidenschaft dort sind.

Metal verbindet Menschen, die im Alltag oft völlig unterschiedlich sind. Auf dem Festival verschwinden viele Grenzen. Man hilft sich gegenseitig beim Campaufbau, leiht Werkzeug, gibt Wasser weiter oder sitzt einfach gemeinsam bis tief in die Nacht zusammen.

Gerade diese Gemeinschaft macht das Summer Breeze für mich jedes Jahr aufs Neue besonders.


Vorfreude und Gedankenkarussell

Je näher das Festival rückt, desto größer wird die Vorfreude.

Gleichzeitig beginnt bei mir aber auch das Gedankenkarussell.

Habe ich wirklich alles eingepackt?

Fehlt noch irgendetwas?

Wie wird das Wetter?

Welche Bands überschneiden sich?

Wo stelle ich das Zelt hin?

Wie wird die Anreise?

Menschen mit ADHS kennen dieses permanente Planen wahrscheinlich sehr gut.

Während andere vielleicht einfach ihre Tasche packen, entstehen im Kopf schon dutzende Szenarien gleichzeitig.

Das klingt manchmal anstrengend – ist es auch.

Aber genau diese Vorfreude gehört für mich irgendwie zum Festival dazu.


Festivals sind nicht für jeden gleich

Etwas, worüber selten gesprochen wird:

Nicht jeder erlebt ein Festival auf dieselbe Weise.

Ich lebe seit vielen Jahren mit wiederkehrenden Depressionen und ADHS.

Deshalb ist ein Festival für mich manchmal gleichzeitig wunderschön und unglaublich anstrengend.

Viele Menschen sehen nur die lauten Konzerte, das Bier und die gute Stimmung.

Was sie nicht sehen:

Wie viel Energie soziale Situationen kosten können.

Wie schnell einen Reizüberflutung erschöpfen kann.

Wie schwer es manchmal ist, morgens überhaupt aus dem Zelt zu kommen, obwohl direkt die Lieblingsband spielt.

Und trotzdem fahre ich jedes Jahr gerne hin.

Weil genau diese positiven Momente für mich unglaublich wertvoll sind.


Metal war nicht immer etwas Positives

Ironischerweise hatte Metal in meinem Leben zunächst gar keinen positiven Platz.

Während meiner Schulzeit wurde ich gemobbt.

Einer derjenigen, die mich damals regelmäßig schikanierten, war selbst Metalhead.

Bands wie Iron Maiden oder Metallica erinnerten mich deshalb viele Jahre lang eher an diese Zeit als an gute Musik.

Erst deutlich später schaffte ich es, diese Erinnerungen von der Musik zu trennen.

Heute ist Metal für mich genau das Gegenteil von damals.

Nicht Ausgrenzung.

Sondern Gemeinschaft.

Nicht Angst.

Sondern Freiheit.


Was euch in diesem Blog erwartet

Bis zum Summer Breeze werde ich euch regelmäßig mitnehmen.

Unter anderem möchte ich über folgende Themen schreiben:

Dabei soll dieser Blog kein medizinischer Ratgeber werden.

Er soll einfach zeigen, dass Festivals jeder Mensch anders erlebt.

Und dass das völlig in Ordnung ist.


Vielleicht hilft dieser Blog jemandem

Vielleicht liest diesen Beitrag jemand, der dieses Jahr zum ersten Mal aufs Summer Breeze fährt.

Vielleicht jemand, der ebenfalls mit psychischen Herausforderungen lebt.

Oder einfach jemand, der neugierig auf das Festival ist.

Wenn ihr euch irgendwo wiederfindet, freut mich das.

Und wenn ihr durch diesen Blog Lust bekommt, selbst einmal aufs Summer Breeze zu fahren, dann hat sich das Schreiben schon gelohnt.


Der Countdown läuft

In wenigen Wochen öffnen sich die Tore.

Die ersten Zelte werden aufgebaut.

Die ersten Grillen glühen.

Die ersten Dosen knacken.

Und wenn schließlich die ersten Töne der Illenschwanger Blasmusik über das Festivalgelände schallen, beginnt für viele von uns wieder die schönste Woche des Jahres.

Ich freue mich darauf, euch auf dieser Reise mitzunehmen.

Bis zum nächsten Blog – und vielleicht sehen wir uns ja zwischen den Bühnen.

🖤🤘